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Landkreis stellt Ergebnisse zum Freiwilligen Engagement in Leer vor

Bereits zum 2. Mal hat der Landkreis Leer ehrenamtlich engagierte Menschen befragt, um zu erfahren, wie es um das Ehrenamt im Landkreis Leer steht. 1082 Vereine und Verbände wurden befragt, 52 Prozent davon haben geantwortet.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Nach wie vor engagieren sich mehr Männer als Frauen ehrenamtlich. Das Verhältnis ist gegenüber 2017 nahezu konstant, von zwei Drittel zu einem Drittel.
  • Engagierte Personen kommen am häufigsten über die persönliche Ansprache zu einem Ehrenamt. Allerdings ist der Anteil einer Vermittlung über das Internet stark gewachsen.
  • Fast zwei Drittel der Ehrenamtlichen sind zwischen 30 und 64 Jahre alt. Gewachsen ist der Anteil an jungen Menschen von 14 bis 29 Jahre, von 14,6 Prozent auf 18,1 Prozent. Und immerhin sind 21 Prozent der Älteren über 64 Jahre ehrenamtlich tätig.
  • Die meisten Ehrenamtlichen, fast 25 Prozent, engagieren sich im Sport und Bewegung. Mehr als verdoppelt hat sich der Anteil der Freiwilligen in der Feuerwehr, von knapp 7 Prozent auf 15 Prozent.
  • Abgenommen hat das Engagement im kirchlichen und religiösen Bereich: von 23 Prozent in 2017 auf 14 Prozent in 2020.
  • Das Ehrenamt im Landkreis Leer ist nach wie vor auf Langfristigkeit ausgelegt: 77 Prozent der Befragten engagieren sich 7 Jahre und länger ehrenamtlich und sind zufrieden mit ihrer Zeitinvestition.
  • Die ehrenamtliche Tätigkeit hat nur selten mit dem Beruf zu tun. In der Regel (76,1%) besteht kein Zusammenhang zwischen Beruf und Ehrenamt.
  • Das Thema Weiterbildung im Ehrenamt hat gegenüber 2017 stark zugenommen: 75 Prozent der Befragten haben Schulungen besucht und 93 Prozent haben Interesse an Fortbildungen geäußert. 25 Prozent wünschen sich dabei digitale Schulungsangebote.
  • Das Thema Netzwerken und Austausch steht bei 57 Prozent der Befragten ganz oben auf der Agenda und 58 Prozent wünschen sich mehr Anerkennung für ihre geleistete Arbeit.
  • Nahezu alle Befragten möchten durch ihr Tun anderen Menschen helfen, mit Menschen zusammenkommen und durch ihr Engagement die Gesellschaft im Kleinen mitgestalten.
  • Das Thema Nachwuchsmangel ist nach wie vor beherrschend im Ehrenamt. 18 Prozent der Vereine  haben seit 2018 am Projekt „Löppt! Mitnanner“ teilgenommen und gehen neue Wege in der Nachwuchsgewinnung.

Erstmalig wurde auch nach der Bedeutung des Ehrenamtes in Krisenzeiten gefragt:

  • Über dreiviertel der Befragten messen dem Ehrenamt eine hohe bis sehr hohe Bedeutung in Krisenzeiten bei. Ein ähnlich hoher Anteil gab an, dass die Hilfsbereitschaft der Menschen im Landkreis Leer in der Corona-Krise gewachsen sei.

Die Befragung wurde durchgeführt von dem Unternehmen Prinor aus Emden und finanziert über Interreg Deutschland-Nederland.

Ausführliche Auswertung und Vergleich mit 2017:

  • Die niederländischen Ergebnisse kommen in Kürze.